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Betcrake: So lesen Sie die Paytable eines Automaten

Von Bastian Winkler, Spielerschutz-Beauftragter · 26. September 2026

Kein Autoplay, kein Bonus-Buy, ein Höchsteinsatz von 1 € je Runde: Spielautomaten unter deutscher Lizenz folgen einem eigenen technischen Regelwerk, das sich von internationalen Versionen derselben Spiele teils deutlich unterscheidet. Bei Betcrake bestimmen diese Vorgaben Tempo und Struktur jeder einzelnen Runde.

Remakes und Sequels: wenn ein Slot eine Fortsetzung bekommt

Erfolgreiche Spielautomaten erhalten häufig Fortsetzungen oder überarbeitete Neuauflagen, die Grafik, Soundkulisse oder einzelne Bonusfunktionen des ursprünglichen Titels aktualisieren, während das grundlegende Spielprinzip meist erhalten bleibt. Solche Sequels tragen üblicherweise den Namen des Originals mit einem Zusatz und richten sich gezielt an Spieler, die den Vorgänger bereits kennen.

Manche Studios legen ältere, technisch veraltete Titel auch als reines Remake mit moderner Engine neu auf, ohne inhaltlich wesentliche Änderungen an Thema oder Mechanik vorzunehmen. Der RTP-Wert und die Volatilität eines Remakes oder Sequels müssen dabei nicht mit dem Original übereinstimmen, da jede Version eine eigene, unabhängige Zertifizierung durchläuft und rechtlich als eigenständiges Spiel geführt wird.

Spielautomaten mobil und am Desktop im Vergleich

Spielautomaten laufen technisch identisch auf mobilen Geräten und am Desktop, da beide Versionen aus demselben zertifizierten Spielcode und demselben RNG gespeist werden; RTP und Volatilität unterscheiden sich zwischen den Plattformen nicht. Unterschiede zeigen sich vor allem in der Darstellung: Auf kleineren Bildschirmen werden Paytable und Bonusanzeigen oft in zusätzliche Unterseiten ausgelagert, die am Desktop direkt sichtbar sind.

Touch-Bedienung ersetzt am mobilen Gerät den Mausklick, was bei manchen Spielen zu einer leicht veränderten Anordnung der Bedienelemente führt, ohne die Spiellogik selbst zu berühren. Die Ladezeit einzelner Spiele kann sich je nach mobiler Internetverbindung unterscheiden, auch wenn die vorgeschriebene Mindestrundendauer auf beiden Plattformen identisch gilt.

Wild-Symbole: expanding, sticky und walking im Vergleich

Wild-Symbole ersetzen bei einer Gewinnprüfung andere Symbole, um Kombinationen zu vervollständigen, treten aber in unterschiedlichen Varianten mit jeweils eigener Funktionsweise auf. Expanding Wilds dehnen sich nach der Landung über die gesamte Walzenhöhe aus, sticky Wilds bleiben für eine festgelegte Zahl weiterer Drehungen an derselben Position liegen, und walking Wilds wandern nach jeder Drehung um eine Position über das Spielfeld weiter.

  • Expanding Wild: füllt bei Landung die komplette Walze aus.
  • Sticky Wild: bleibt über mehrere Freidrehungen fixiert.
  • Walking Wild: verschiebt sich Runde für Runde weiter.

Häufig sind Wild-Varianten an Freispielrunden gekoppelt und treten im Grundspiel seltener auf. Manche Wilds tragen zusätzlich einen eigenen Multiplikatorwert.

Jackpots: fest oder progressiv – und das Verbot bei der GGL

Ein fester Jackpot zahlt bei Erreichen der jeweiligen Bedingung stets denselben, im Vorfeld festgelegten Betrag aus, unabhängig davon, wie viele Runden zuvor gespielt wurden. Ein progressiver Jackpot dagegen wächst mit jedem platzierten Einsatz auf teilnehmenden Spielen um einen kleinen Anteil weiter, oft geräteübergreifend oder sogar über mehrere Anbieter hinweg vernetzt, bis er bei einem Treffer vollständig ausgezahlt und auf einen Startwert zurückgesetzt wird.

Für virtuelle Spielautomaten bei GGL-lizenzierten Anbietern in Deutschland sind vernetzte progressive Jackpot-Systeme nicht zulässig, sodass hierzulande angebotene Automaten stattdessen mit festen Höchstgewinnen pro Runde arbeiten. Internationale Versionen desselben Spiels können über eine Jackpot-Funktion verfügen, die in der deutschen Fassung fehlt.

Fairness-Prüfung: wer Spielautomaten wirklich kontrolliert

Die Fairness eines Spielautomaten wird nicht vom Anbieter selbst, sondern von unabhängigen Prüflaboren kontrolliert, die technisch und organisatorisch getrennt vom Studio und vom Casino arbeiten. Zu den bekanntesten zählen eCOGRA, GLI und iTech Labs, die RNG, RTP-Umsetzung und die korrekte technische Auslieferung eines Spiels vor der Marktfreigabe prüfen.

Zusätzlich zur Prüfung des einzelnen Spiels unterliegen lizenzierte Anbieter in Deutschland der Aufsicht der zuständigen Regulierungsbehörde, die unter anderem kontrolliert, ob die technischen Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrags 2021 eingehalten werden. Diese mehrstufige Prüfung – Studio, unabhängiges Labor, Regulierungsbehörde – ist Voraussetzung dafür, dass ein Spiel überhaupt öffentlich angeboten werden darf, und wird bei technischen Änderungen am Spiel bei Bedarf erneut durchlaufen.

Neue Releases: der Veröffentlichungstakt der Branche

Spielautomaten-Studios veröffentlichen neue Titel in einem branchenweit dichten Takt, wobei größere Studios teils mehrere neue Spiele pro Monat herausbringen. Ein Großteil dieser Neuveröffentlichungen folgt saisonalen Themen wie Halloween, Weihnachten oder großen Sportereignissen, die im Vorfeld entsprechend beworben werden.

Vor der eigentlichen Veröffentlichung durchläuft jeder neue Titel die technische Zertifizierung durch ein unabhängiges Prüflabor, was je nach Markt und Studio unterschiedlich lange dauern kann und erklärt, warum ein Spiel in manchen Ländern früher verfügbar ist als in anderen. Für deutsche Anbieter kommt zusätzlich die Prüfung auf Vereinbarkeit mit den GGL-Vorgaben hinzu, bevor ein Titel im lokalisierten Portfolio erscheint, weshalb manche Neuerscheinungen hierzulande erst einige Wochen später verfügbar sind.

Dieser Text richtet sich an volljährige Leser; der Zugang zu Spielautomaten ist Personen unter 18 Jahren grundsätzlich verwehrt. Eine neutrale Selbsteinschätzung des eigenen Spielverhaltens bietet die BZgA kostenlos und anonym auf check-dein-spiel.de an, unabhängig davon, welcher Anbieter oder welches Spiel genutzt wird.